Ein intaktes Fließgewässer ist mehr als ein Gerinne mit sauberem Wasser. Sein Ökosystem beinhaltet vernetzte Lebensräume von der Quelle bis zur Mündung und Artengemeinschaften aus Pflanzen und Tieren, die neben einer bestimmten Wasserqualität auch eine reiche Vielfalt von Gewässerstrukturen benötigen. Ein wesentlicher Bestandteil der Lebensstrategie vieler im Fließgewässer lebender Tierarten sind regelmäßig oder unregelmäßig stattfindende Ortsveränderungen. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind Lachs, Aal, Meerforelle und Stör, die zum Aufsuchen ihrer Laichgründe mehrere tausend Kilometer zurücklegen können. Aber auch die heimischen Fischarten wie Äsche, Barbe, Bachforelle, Elritze oder Mühlkoppe führen kleinere Wanderungen durch.

Die lineare Durchgängigkeit unserer Bäche und Flüsse ist jedoch oftmals durch Eingriffe in ihre natürlichen Gewässerstrukturen unterbrochen. Beispielsweise sind Sohlenabstürze für Fische und andere wassergebundene Kleintiere unüberwindbar. Querbauwerke in Gewässern, wie zum Beispiel Wehranlagen und Sohlenverbauungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Gewässerökologie.

Zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands für oberirdische Gewässer, wie er von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG WRRL) und dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) gefordert wird, sind enge Fristen gesetzt. Diese bedeuten für die Gewässerunterhaltungs-pflichtigen (Städte, Gemeinden und Unterhaltungsverbände) eine große personelle und finanzielle Herausforderung. Die Kommunen und Verbände sind nur dann in der Lage, das gesetzte Ziel bis zum Jahr 2015 (mit Verlängerung bis 2027) zu erreichen, wenn möglichst viele der dafür erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Gewässerunterhaltung vorgenommen werden. Dabei kann man viele Verbesserungen am Gewässer mit eigenem Gerät und Personal kostengünstig umsetzten und dadurch Zeit und Geld einsparen. Einige solcher beispielhaften Maßnahmen werden in den vorliegenden Materialien anschaulich dargestellt. 

 

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 t10_rambach  t10_fischaufstieg_odenwald  t10_furt_seegraben

                  

  Informationen zum Download:

>> Broschüre: Lineare Durchgängigkeit von Fließgewässern | PDF 29 MB
>> Broschüre: Anhang Steckbrief | PDF 0,2 MB
>> Broschüre: Anhang Maßnahmenbeschreibung | PDF 0,2 MB

>> Vortrag: Warum Durchgängigkeit? | PDF 10,4 MB
>> Vortrag: Beispiele fuer lineare Duchgaengigkeit im Rahmen der Gewaesserunterhaltung
      W. Gleim | PDF 4 MB

>> Vortrag: Typen von Querbauwerken - Auswirkungen auf Morphologie, Hydrologie und
      Oekologie H. Diehl | PDF 15,5 MB

>> Vortrag: Typen von Querbauwerken - Auswirkungen auf Morphologie, Hydrologie und
      Oekologie M. Tremper | PDF 13 MB

>> Vortrag: Beispiele aus dem Landkreis Limburg-Weilburg S. Storch, F. Zell | PDF 3,5 MB